Zwischen der Notfall-/intensivmedizinischen Bildgebung und der Elektivbildgebung gibt es einige wichtige Unterschiede, etwa instabile Patient:innen, unklare Auffindesituationen, unbekannte Patientenhistorien, multiple Fremdmaterialien in und an den Patient:innen, Kontrastmittelgaben trotz Kontraindikationen, akuter Zeitdruck, zum Teil unplanbarer Workload oder die Durchführung der Bildgebung in Anwesenheit meist mehrerer Fachdisziplinen. Diese Dinge machen die Arbeit in der Notfall- und intensivmedizinischen Bildgebung spannend, zugleich stellen sie eine Herausforderung dar.
Die Notfallradiologie widmet sich der schnellen und zielgerichteten Bildgebung bei Patientinnen und Patienten mit potenziell lebensbedrohlichen Krankheitsbildern. Sie umfasst das gesamte Spektrum der Notfallmedizin, darunter traumatologische, vaskuläre, neurologische, thorakale und abdominelle Notfälle. Akute Traumata, Blutungen, Ischämien, Infektionen sowie andere vitale Organerkrankungen gehören zur täglichen Routine.
Unter hohem Zeitdruck und bei häufig unspezifischer klinischer Symptomatik sind strukturierte Befundungsstrategien, fundierte Kenntnisse typischer Bildmuster und ein klares Verständnis der klinischen Fragestellungen essenziell. Die Notfallradiologie leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur raschen Diagnosestellung, zur Steuerung therapeutischer Maßnahmen und zur interdisziplinären Akutversorgung.
Die AG wurde 2023 gegründet als Forum zum Ideenaustausch und zur Diskussion. Sie befasst sich organübergreifend mit allen Akuterkrankungen und vereint Ansprechpartner:innen verschiedener Bereiche: unsere Mitglieder haben Berufserfahrung in städtischen Häusern, Praxen, Universitätsklinika und BG-Kliniken.
Die Zusammenarbeit mit anderen AGs der DRG, anderen radiologischen Gesellschaften und anderen Fachdisziplinen stellen wir über die Kooptierungen von Mitgliedern anderer AGs sicher.